Was ist Lasik?
Ziel aller refraktiv-chirurgischen Operationen ist es, die Brechkraft des optischen Systems des Auges an die Größe des Augapfels anzupassen und somit die Lichtbrechung zu optimieren. Dies kann durch die Änderung der Brechkraft der Hornhaut (z.B. Laserverfahren wie LASIK oder EPILASIK, Astigmatische Keratotomie) oder durch eine Brechkraftänderung der Linse (z.B. durch Implantation einer zusätzlichen Kunstlinse oder durch Austausch der körpereigenen Linse gegen eine Kunstlinse) erfolgen. Beispielsweise wird beim Augenlasern bei Kurzsichtigkeit die Hornhaut abgeflacht, wodurch einfallendes Licht schwächer gebrochen wird. Im Idealfall kommt so der Brennpunkt der optischen Einrichtung des Auges wieder auf der Netzhaut zu liegen.
Die Wahl der verwendeten Wellenlänge ist durch die spezifischen wellenlängenabhängigen Absorptionseigenschaften des Gewebes (Haut sowie Netzhaut, Hornhaut, Glaskörper und Linse des Auges) bestimmt. Durch die Fokussierung der Augenlinse ist die Gefahr im sichtbaren und besonders im angrenzenden infraroten Bereich erhöht.
Oberhalb von 1,4 µm Wellenlänge wird die Strahlung großflächig in der Hornhaut absorbiert. Sie bietet einen Schutz für die Retina des Auges. Die Absorptionstiefe von weniger als 0,1 mm bei 3 µm Wellenlänge stellt sicher, dass nur die oberste Schicht der Hornhaut betroffen ist. Der Wellenlängenbereich von 1,5 bis 2 µm heißt augensicher (engl. eye safe).
Wellenlängen unterhalb 1,4µm können nicht eingesetzt werden, da Hornhaut, Haut und darunter liegendes Gewebe im Bereich 1,2 µm (Nahinfrarot) bis rot (700 nm) teiltransparent sind. Es können hier tiefreichende Schädigungen auftreten, deren Entstehung aufgrund dort nicht vorhandenen Wärmeempfindens oft nicht bemerkt werden. Auch Netzhautschäden durch Laser-Strahlung im Nahinfrarot werden oft nicht bemerkt und erst durch für entsprechende Arbeitsplätze vorgesehene ärztliche Augenuntersuchungen entdeckt.
